Am Freitag Morgen sind 4 Personen ganz in der Früh um 5 Uhr in Richtung Berchtesgaden aufgebrochen. Da die Bahnanfahrt etwas kompliziert ist und lange dauert, wurde diese Anfahrt mit einem Auto absolviert.
Start und Zielort war der Parkplatz Wimbachbrücke in der Ramsau. Von dort wollten wir mit dem Linienbus über Berchtesgaden an den Königssee fahren. Der lies uns aber an der Haltestelle stehen. Daher sind wir zu Fuss in einer Stunde in den Ort Königsse am gleichnamigen See gelaufen.
Mit dem Schiff, vorbei am berühmten Echo ging es nach St. Bartholomä. Dort startete im Angesicht der berühmten Watzmann- Ostwand unsere eigentliche Bergtour. 1100 Höhenmeter waren bis zum Kärlingerhaus zu überwinden. Am Weg lag die berühmte Saugasse, die steil in Serpentinen nach oben geht. Nach 6 Stunden Aufstieg in beeindruckender Kulisse waren dann alle an der 1638 Meter hochgelegenen Hütte eingetroffen.
Am nächsten Morgen ging es hinauf auf das Steinerne Meer. Nach vier Stunden war das Ingolstädter Haus auf 2119 Meter Höhe erreicht. Nach dem Beziehen der Lager haben wir noch den kleinen Hundstod (2236m) bestiegen. Bei bestem Wetter beste und weite Aussicht.
In der folgenden Nacht ist eine Kaltfront mit Gewitter über uns weggezogen. Am nächsten Morgen hingen viele Wolken hoch am Himmel und es nieselte erst noch ein wenig. Für den anstrengenden Abstieg hat es aber dann aufgehört zu regnen. Insgesamt mussten wir 1700 Höhenmeter hinunter. Um acht Uhr sind wir an der Hütte aufgebrochen. Nach einem kurzern Abstieg folgte ein Gegenanstieg mit leichter Blockkletterei auf einen Pass namens Hunstodgatterl (2100m), der dann ins Wimbachgries hinüberleitete.
Im Angesicht der mächtigen Watzmann-Südspitze ging es steil hinunter auf den Trischübelpass. Von dort weiter hinunter ins Wimbachgries zur gleichnamigen Hütte. Da haben uns dann die Wolken verschluckt. Von der Hütte, in der wir uns stärkten, waren noch zwei Stunden bis zum Parkplatz zu laufem. Der Himmel öffnete seine Schleusen. Aber, dieser Weg war nicht mehr gefährlich und mit Regenkleidung waren die letzten Kilometer gut zu bewältigen.
Glücklich und müde sind wir dann um 16 Uhr an der Wimbachbrücke angekommen und haben die Runde um den Watzmann beendet. Die Tour war körperlich anstrengend. Die Eindrücke, die wir im Nationalpark Berchtesgaden erleben durften, haben die Anstrengungen wettgemacht.
Zu erwähnen ist auch, das uns die Hüttenwirt auf den beiden Alpenvereinshütten herzlich empfangen haben und der Speis und Trank hervorragend geschmeckt haben. Auch das gehört zu einer gelungenen Hochtour dazu.
Michael Leimböck
Wanderführer
e.V. Augsburg




















































